Tag-Archiv | Baumpartner

Wurzelnder Bitteröhrling – Bitterschwamm, (Caloboletus radicans, Boletus radicans, B. albidus), Dickröhrlingsverwandter, Boletaceae

Die lange Hitzeperiode hat nun ein Ende gefunden und endlich zeigen sich nach den heftigen Regenfällen der letzten Tage zaghaft die ersten Pilze. Der wurzelnde Bitterröhrling ist einer jener Pilze, die mein Herz höher schlagen lassen, um dann bei näherer Betrachtung mit hängenden Mundwinkeln dazustehen. Oft wird er, nicht nur von mir, wegen seiner Ähnlichkeit mit dem Steinpilz verwechselt. Leider ist aufgrund der Bitterkeit ungeniessbar.

wurzelnder Bitterröhrling

Aussehen

Der Hut des wurzelnden Bitterröhrlings misst meist zwischen 6 und 30 cm und die Höhe kann bis zu 12 cm erreichen. Er wölbt sich in jungem Stadium halbkugelig und breitet sich im Alter flacher aus. Farblich ist er jung gräulich-weiss und später verfärbt sich der Pilz gelbbraun. Die Huthaut lässt sich nicht abziehen und bei großer Hitze erscheint der Hut rissig. bei manchen Exemplaren zeigt der Hutrand eine rötliche Färbung. Er fühlt sich trocken und nicht schleimig an. Die Röhrenmündungen beim jungen Pilz sind grellgelb und blauen auf Druck sofort an. Später färben sich dei Röhrenmündungen schmutziggrün. Der Stiel ist dickbauchig-walzenförmig und wird bis zu fünf cm dick. Er ist von der Röhrenmündung hinunter gelb und geht dann in bräunlich-gelbliche über. Der Stiel ist genetzt. Das Pilzfleisch ist fest und läuft bei Schnitt oder Verletzung sofort stark blau an. Die blaue Farbe lässt aber nach etwa 30 Minuten nach und die Schnittstelle färbt sich wieder schmutzig-weiß. Der Geruch ist säuerlich. Der wurzelnde Bitterröhrling ist nicht gifitg, schmeckt jedoch bitter, im Alter nach „Maggi“ und ist kein kulinarischer Gewinn.

wurzelnder Bitterröhrling 2

Standorte und Baumpartner

Meine heutigen Exemplare habe ich auf einem mit Kalkkies bestreuten Parkweg gefunden, wo sie neben Birken standen, und sie für Fotos und Analysen mitgenommen. Gerne und häufig stehen sie auf kalkhaltigem Boden, in Parkanlagen auf Wiesen oder als Mykorrhizapilz (lebt in Gemeinschaft mit einem pflanzlichen Partner) in Baumbegleitung von Buchen, Rotbuchen, Eichen, Birken, Linden oder sind auch in Hainbuchenwäldern und Laubwäldern anzutreffen. Er zeigt sich von Juli bis in den beginnenden November. Manchmal sind mehrere Pilze zu einem Büschel zusammengewachsen.

Verwechslungsmöglichkeiten

Mit den Steinpilz (gemeiner Steinpilz/Boletus edulis, s. Beitrag zum Thema),

Sommersteinpilz

dem Anhängselröhrling (Butyriboletus appendiculatus), oder auch mit dem Dickfussröhrling oder dem Schönfussröhrling (Boletus calopus, s. Beitrag aus 2016),

Rotfussröhrling

Rotfussröhrling

der sich aber klar durch die Rotärbung und wesentlich deutlicher Netzung am Stiel unterscheiden lässt.

Wissenswertes

Der Name „Radix“ leitet sich aus dem Wort für wurzeln ab. Bei größerer Hitze färben sich Teil des Pilze, oft an angenagten Stellen rötlich.

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Mäandertrüffel und andere Trüffelarten

Stachelsporige Mäandertrüffel, Weißtrüffel, Deutsche Trüffel, Choiromyces Mäandriformis (Syn. Chiromyces Venosus)

Maeandertrueffel

Maeandertrueffel, mein Fund mit 490 Gramm 

Für alle meine Schnuffi-Tartuffis in der Schweiz – und alle, die so wie ich, ein leichtes bis schweres Suchtverhalten zeigen. An einem runden Geburtstag ging ich auf etwa 850 m Höhe in einem Fichtenmischwald auf Pilzsuche. Ich telefonierte mit einer Freundin und sah einen hellen Stein aus dem Erdreich ragen. Eigenartigerweise war der Stein von Schnecken angeknabbert. Ich telefonierte immer noch und bohrte meinen Daumennagel in den Stein, der nachgab und als ich an meinem Finger roch, stieg mir herrlichster Trüffelgeruch in die Nase. Ich schrie ins Telefon: „ich muss Schluss machen, ich hab einen Trüffel!“. Meine Bekannte, ebenfalls eine Pilznarrische schrie nur zurück:“was.. wo bis Du“? da hatte ich schon aufgelegt. Ich hatte noch nie so einen großen Trüffel gesehen. Bei uns in Österreich ist diese Trüffelart auch als Schneebergtrüffel im Handel. Ich fand sie auch in der Nähe des Schneebergs am 2. September. Es folgte viele andere schöne Stücke, aber das war ein Prachtexemplar! Stolz zeigte ich sie meinen Försterfreund, der sofort die Hälfte einpackte.  Meine Bekannte war auch sofort in meine Richtung gefahren und wir feierten Geburtstag und Fund. Seither hat sie wegen dieses Funde schlaflose Nächte.

Mäandertrüffel

Mäandertrüffel

Vor dem Feiern wurde aber stolz abgewogen, eingetragen in meinen Pilzkalender, den ich seit mehr als 30 Jahren führe und fotografiert. Auch der Förster hatte so etwas noch nie gesehen und auch nicht gewusst, dass es sie hier in der Gegend gibt. Ich erinnere mich an die große Freude, Herzklopfen und Pasta mit Trüffel. Die Krönung des runden Geburtstags.

Fund heute 04.10.2015

Fund heute 04.10.2015

Aussehen und Standorte

Diese Trüffel wächst von Juni bis Oktober an kalkreichen Standorten, gerne bei Buche, Rotbuchen, Fichten und Tannen und im Laubwald. Er ist eine Symbiosepilz – ein Mykorrhizapilz. Er hat ein knollenartiges Aussehen, die entfernt an eine Erdäpfel (Kartoffel) erinnert. Die Oberfläche ist faltig und unregelmäßig. Die Farbe ist schmutzigweiß. Innen ist die Fruchtmasse weiß bis hellbeige und adrig durchzogen. Das Fleisch ist fest. Der Geruch erinnert an frischen Mais. Später, im Alter kann er einen intensiven, knoblauchartigen Geruch entwickeln. Besonders an dieser Trüffelart, ist, dass sie sehr wohl auch ohne Trüffelhunde gefunden werden kann, weil sie ein wenig aus dem Erdreich ragt. Heuer verzeichne ich immerhin schon drei – doch wesentlich kleinere Exemplare – aber mit großem Stolz.

Wissenswertes

Die Trüffeln im allgemeinen gehen als Mykorrhizapilze einen Gemeinschaft mit höheren Pflanzen und Bäumen ein. Die Knolle ist dann der Fruchtkörper. Sie entsteht aus einem sehr feinen Fadengeflecht, das rund um den Baumpartner gelegt ist. Der Pilz holt sich vom Baumpartner die lebensnotwendigen Kohlehydrate (Photosynsytheseprodukte) und dafür bekommt der Baum Wasser und Nährstoffe. Nur in der Gemeinschaft entsteht der Pilz. Tiere, die den Trüffel finden und verspeisen, vertragen mit ihrem Kot die Sporen. Der echte Trüffel – Tuber enthält Sexualduftstoffe von männlichen Schweinen (Brunfteber). Deshalb wird der Trüffel die aphrodisierende Wirkung nachgesagt. Der Name der Mäandertrüffel stammt von den Windungen im Pilzfleisch. Trüffel sind im allgemeinen hypogäisch – unterirdisch wachsende Knollen. Manchmal kommt es vor, dass Wildschweine bei der Futtersuche die Knollen aufstöbern und an die Erdoberfläche bringen. Die bekanntesten Trüffelgebiete sind Frankreich und natürlich Italien – Alba. Immer mehr kommt auch Kroatien als Trüffelland in Mode. Aber auch in Österreich sind welche zu finden. Siehe meinen neuesten Fund im Wienerwald.  Ich habe vor ein paar Jahren, mein damals noch ganz kleines Springerspanielmädchen auf Trüffelsuche trainiert. Sie bekam eine abgeschnittene Feinstrumpfhose mit Trüffelöl versehen und einem Stückchen Schinken versteckt und musste das Versteck finden. Sehr erfolgreich war sie bisher noch nicht. Für die Trüffelsuche ist leider wertlos… Die Mäandertrüffel sollte in kleinen Mengen gegessen werden. Sie kann eine leicht abführende Wirkung haben. Es gibt antimikrobielle Untersuchungen mit wässrigen Lösungen gegen Infektionskrankheiten.

Trüffel sollten trocken in etwas Reis aufbewahrt werden und in einem gut verschlossenen Glas – so hält sie bis zu einer Woche. Stachelsporig kommt von den Stacheln auf den Sporen.

Im Islam ist die Trüffel als Heilmittel angeführt. Sogar der Prophet Mohammed soll einmal gesagt haben:“ Trüffel sind wir Manna, und ihr Wasser heilt Augenerkrankungen.“

Trüffelzucht

Schon lange versucht man Trüffel zu züchten. Nun gibt es die ersten „Hoffnungsschimmer“. Ich selbst habe nun 10 solcher „geimpfter“ Bäume aus einer österreichischen Trüffelzucht gekauft. Eine kleine junge Forschergruppe, bestehend aus Biologen hat diese Gärtnerei gegründet und behauptet, dass sie Erfolge haben. Bei mir sind es Hasel- und Hainbuchensetzlinge und ernten sollte ich die Burgundertrüffel. Sie sind in große Töpfe gepflanzt und werden von mir seit 3 Jahren beobachtet. Ich hoffe, Sie wissen was sie zu tun haben.

Androstenone

Das ist der Duftstoff der Trüffel, der heute auch schon synthetisch hergestellt wird. Er dient oft als Basis für getrüffelte Speisen. Besonders in Pasteten und Saucen steht Trüffel am Etikett. Wenn man bei den Inhaltsstoffen nachliest steht meist „Trüffelaroma“ drauf. Eine Trüffel hat diese Pastete nie gesehen.

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Die wichtigsten Trüffelarten

  • Schwarze Perigordtrüffel – Tuber malansprum vitt.
  • Weiße Albatrüffel – oder auch Piemont Trüffel – Tuber magnatum Pico
  • Sommertrüffel – Tuber aestivum Vitt.
  • Schwarze Wintertrüffel – Tuber brumale Vitt. (auch Muskattrüffel)
  • Burgundertrüffel – Tuber unicatum
  • Märztrüffel (weiße) – Tuber borchii Vitt. – Tuber albidum Pico
  • Großsporige Trüffel oder Knoblauchtrüffel – Tuber macrospourum Vitt.
  • Gekrösetrüffel – oder Bitumentrüffel – Tuber mescenterium Vitt.
  • Moschustrüffel – Tuber moschatum Ferry
  • Himalaytrüffel – Tuber himalaensis
  • Weiße chinesische Trüffel – Tuber sinesis
  • schwarze chinesische Trüffel – Tuber indicum
  • Mäandertrüffel oder Weiße Trüffel – Choiromyces meandriformis

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Burgundertrüffel

Wintertrüffel

Alba Trüffel

Verarbeitung

Trüffel nie waschen, sondern immer nur mit einem Pinsle von Erdresten säubern. Kühl und trocken lagern. Trüffelhobel ist wichtiges Utensil.

Rezepte 

Hausgemachte Pasta mit Trüffel 

Hausgemachte Pasta mit Trüffel

Dafür verwende ich für 4 Portionen Hauptgang
  • 440 Gramm Hartweizenmehl oder 200 Gramm Hartweizengrieß und 200 Gramm Mehl der Type 405 (Beim Italiener)
  • 4 Eidotter
  • 1 Ganzes Ei
  • 4 Eßlöffel Olivenöl
  • Salz
Das Mehl und Salz gesiebt auf die Arbeitsfläche geben, eine Mulde machen. Eier dazu. Hier sind es 6 Eier, weil zwei davon sehr klein waren. Mit warmen Händen (unter heißem Wasser Hände wärmen) gut kneten. Nach und nach Olivenöl dazu geben. Den Teig in eine Folie wickeln und eine 1/2 Stunde kühl – aber nicht kalt stellen. Dann den Teig entweder über eine händische Pastamatik oder wie bei mir eine elektrische Nudelmaschine laufen lassen, bis das geschmeidige Teigblätter ergibt. Je nach Wunsch dann den entsprechenden Nudelaufsatz verwenden. Ich bevorzuge die etwas breiteren Bandnudeln. Die Nudeln entweder sofort in sprudeln heißem Wasser ganz kurz kochen, oder zum Trocknen aufhängen (Wäschespinne). Wichtig ist es die Nudeln gut kalt zu spülen und mit ein wenig Olivenöl warm stellen, damit sie nicht verkleben.
Trüffelsauce:
Dazu verwende ich
  • 2 Becher Schlagobers
  • Etwas frischen Parmesan
  • 2 Eigelb
  • Salz & Pfeffer
  • Schwarzen Pfeffer, frisch aus der Mühle
  • wer mag ein paar Tropfen Trüffelöl zur Verstärkung des Geschmacks
Obers in einem Topf etwas einköcheln lassen, den geriebenen frischen Parmesan dazu geben und ständig rühren. Salzen. Die beiden Dotter ganz rasch einrühren. Die Sauce sofort über die Nudeln gießen. Trüffel darüber hobeln und mit frischem schwarzen Pfeffer garnieren.
Risotto mit Trüffel 
Für 4 Portionen
  • 1 helle Zwiebel
  • 400 Gramm Guten Risottoreis
  • Etwas Suppe oder Suppenwürfel (Huhn oder Rind)
  • Salz & Pfeffer aus der Mühle
  • Parmesan frisch gerieben
  • 1 Becher Schlagobers
  • Etwas Olivenöl
  • 2 Eßlöffel Butter
  • 1/8 Liter trockenen Weißwein
  • wer mag ein paar Tropfen Trüffelöl zur Verstärkung des Geschmacks
Den Zwiebel fein gehackt in Butter und Olivenöl dünsten. Den Reis dazu geben und glasig rühren. Mit Suppe und dem Weißwein aufgießen – aber immer nur schrittweise, bis der Reis „al dente“ – bissfest ist. Langsam auch das Obers dazurühren. Mit etwas Trüffelöl versetzten. Wenn der Reis schon fast fertig ist, den Parmesan einrühren, damit die Konsistenz molliger wird. Sofort heiß servieren, mit Trüffel garnieren und pfeffern. Wichtig bei Risotti ist es nicht beim Reis mit der Qualität zu sparen!

Die Morchel – Morchella esculenta, Morchella, Gattung der Schlauchpilze, Morchelartige

Hiermit möchte ich die Pilzsaison mit einem der begehrtesten Speisepilze eröffnen – die Morchel. Dieser herrliche Frühjahrspilz beginnt sich jetzt Mitte April aus der Erde zu schieben. Letztes Jahr fand ich die erste Morchel am 1. April! Für mich sind die besten „Anzeiger“ die Apfelblüte und die ersten Frühlingsgewitter. Sobald sich die ersten Apfelblüten zeigen, beginnt die Zeit der Morchel und ich bin nicht mehr zu halten. Die Morchel gehört im Handel zu den teuersten Pilzen. Während sie in Deutschland völlig unter Naturschutz stehen, dürfen sie in Österreich in Mengen „zum Eigenverbrauch“ gesammelt werden. Bevor ich mehr über diese wunderbaren Pilze erzähle, sei vorangestellt – Morcheln enthalten in winzigen Mengen Hämolysine – Stoffe, die rote Blutkörperchen zerstören. Also nie rohe Morcheln verspeisen, immer nur im gebratenen, gekochten oder getrockneten Zustand essen. S. dazu auch: Lüder, Rita: Grundkurs Pilzbestimmung, in der 2. Auflage, S. 430.

Die Morchel gehört in die Gattung der sogenannten Schlauchpilze und zur Familie der Morchellaceae. Es gibt verschiedene Unterarten und Farbvarianten, wie die graue Morchel, die Maimorchel, die Käppchenmorchel, Spitzmorchel, und Morchelbecherling. Natürlich auch die giftigen Formen und Doppelgänger.

Habitat – Baumpartner – Bodenbeschaffenheit – Anzeigerpflanzen

Allgemeines zur Morchel

Die Morchel gehört zu den sogenannten Bodenfolgezersetzern, also gedeiht sie gerne auch auf absterbendem Material. Sie steht häufig auf Fichtenwaldböden, in den Auen, aber auch in Laubwäldern. Sie kann als einzelner Pilz, und häufig in Gruppen und Büscheln auftreten. Sie siedelt sich gerne an feuchten Flussufern an, oder sogar auf Rindenmulch in Parkanlagen und an Gärten an. Meine relativ neue Erfahrung ist, dass sie gerne auf Schlägerungsplätzen im Wald erscheint. Meist im Jahr nach der Schlägerung und besonders gerne dort, wo Holz am Waldboden Holz verarbeitet und abtransportiert wurde. Dort ist die Erde meist von den Arbeiten aufgeworfen. Dort wo Forstmaschinen, wie z.B. Harvester im Einsatz waren, in Fichten- und Kiefernwäldern, gehäuft nordseitig, weil sich dort die Feuchtigkeit länger hält. Bei Kahlschlägen, von Forstarbeiten verletzte Böden/Ruderalstellen, 1 Jahr alte Brandstellen, nach Waldbränden, Komposthaufen, auf Fichtennadel- oder Nadelholzmulch, in Staudenbeeten. Die Morchel wächst gerne auf Humus haltigen und auf kalkhaltigen (also basischen) alluvialen (Auen- Schwemmland) Böden. Ich habe auch schon Morcheln auf relativ frischen Brandstellen gefunden, z.B. kurz nach einem Waldbrand. Bei der Bodenbeschaffenheit kann man grob zusammenfassend sagen: alkalische bis neutrale Böden. Ich habe meine besten Funde in den Auenwäldern, bzw. auf mineralreichen und kalkreichen Böden und in Fichtenwäldern gemacht. Scherzbolde haben wegen dem zahlreichen Vorkommen auf Mulchflächen, besonders vor Supermärkten den Gattungsnamen „Aldi-Morchel“ erfunden.

Ein Baumpartner, mit dem die Morchel gerne zusammenlebt ist die Gemeine Esche (Fraxinus Excelsior). Deshalb ist sie häufig in der Auenlandschaft anzutreffen. Des Öfteren habe ich aber auch schon unter Obstbäumen Morcheln finden können. Sie lebt in Gemeinschaft mit Kiefern, Ulmen, Tulpenbäumen, Buchen und Platanen zu sehen. Hier besonders bei absterbenden Ulmen. Sie vergesellschaftet sich u.a. mit der Pestwurz. Typische Anzeigerpflanzen sind auch der Aronstab, Märzenbecher, Seidelbast, Waldmeister, Weißdorn, Buschwindröschen (weiß/gelb), Bingelkraut, Lungenkraut, Maiglöckchen, die Wiesenschlüsselblume, Lärchensporn und der Bärlauch. Die Morchel ist windempfindlich und zieht Süd- und Westhänge vor.

Gesundheit – Wissenswertes

Die Morchel war schon im alten China als Heilmittel gegen Verdauungsstörungen bekannt. Heute ist sie in der traditionellen chinesischen Medizin immer noch als Verdauungsregulator eingesetzt. In der Pharmaindustrie wird die Morchel mit ihrem Anteil an Mehrfachzucker (antioxidative, antivirale Wirkung), der in ihrem Myzel enthalten ist, in verschiedenen Medikamenten, die gegen Tumorwachstum und für die Unterstützung des Immunsystems entwickelt wurden eingesetzt.

Die rohe Morchel enthält das Gift Hydrazin (N2H4), das Magen- Darmverstimmungen hervorrufen kann. Es verfliegt beim Garen und Trocknen zur Gänze. Hydrazin ist eine anorganische Verbindung aus Stickstoff und Wasserstoff und riecht ähnlich wie Ammoniak.

Speisemorchel – Maimorchel – Morchella esculenta – Schlauchpilze

Maimorchel 217 20140418_115642 20140407_100043 Morchel 1

Morchel 3 2012-04-23 10.52.33 2012-04-23 11.53.45

Diese Morchelform kenne ich auch unter dem Begriff Maimorchel. Sie ist heller als die meisten anderen Arten. Von ockergelb bis hellbraun. Wenn sie ganz jung ist, hat sie meist noch eine leicht gräuliche Färbung. Ihr Hut hat eine wabenartige Struktur und der der gesamte Pilz ist hohl. Er riecht sehr angenehm pilzartig und das Fleisch ist im Hut brüchig, im Stiel biegsam (eher zäh). Ein wunderschönes Erlebnis hatte ich in der Nähe von Gutenstein, nach einem Wolkenbruch, auf einer höher gelegenen Forststrasse. Der Untergrund war reiner magerer Kalkboden, daneben ein Westhang mit Wiese. Von der Lage her in etwa bei 800 m Höhenlage. Ich fuhr mit einer ebenso Schwammerl-verrückten Freundin den Weg tratschend entlang. Schlagartig verstummten wir beide! Mitten auf der Strasse standen Maimorcheln – in der Größe nicht zu übersehen. Rechts davon auf dem Hang lauter kleine ockerfarbene kugelartige Häufchen. Ich fuhr sofort auf die Seite und wir stürmten kreischend los. Tatsächlich waren Hundertschaften von Maimorcheln auf diesem Weg und auf diesem Hang. Ich war Herzinfarktgefährdet, so klopfte mein Herz vor Freude. Mit reicher Beute und nass bis auf die Knochen kehrten wir heim. In den Auwäldern herrscht ab Mitte April der Kampf gegen den Bärlauch. Je nach Witterung kann der Bärlauch dann schon sehr hoch stehen.

Spitzmorchel – Morchella elata (Conica)

Spitzmorchel 213 Spitzmorchel Spitzmorchel  Kopie - Kopie 21042011214

Sie gehört ebenfalls zu den sogenannten Saprobionten (Folgezersetzer, heterotrophe Organismen, ernährt sich in den meisten Fällen von absterbendem Material). Die Spitzmorchel beginnt ab etwa Mitte März bis ca. ende Mai. Sie steht in Auwäldern, auf Rindenmulch, in Gartenanlagen, Holzlagerplätzen, Brandstellen und auf Fichtenwaldböden. Der Hut ist wesentlich dünkler als bei der Speise- oder Maimorchel und läuft spitz zu. Der Hutrand geht sofort in den Stiel über. Insgesamt kann diese Art bis zu 10 cm groß sein. Sie bevorzugt eher saure Böden, Traufbereiche von Fichten- und Tannenwälder, Ruderalstellen, Holzlagerplätze, Fahrspuren (Forstfahrzeuge), Forstwege.

Hohe Morchel (Morchella elata)

Hohe Morchel

Die Hohe Morchel ist die größte Morchelart. Auffällig ist bei dieser Art, dass der Stiel beim Übergang in den Hut übergeht und gleich breit wie dieser. Der Hut ist aber häufig auffällig kürzer als der Stiel. Die Färbung ist mehr oliv- bis dunkelbraun und mit stark sichtbaren Längsrippen. Auch hier kann ich auf zahlreiche Funde stolz sein. Der größte Fund im Ausmaß war 26 cm hoch. Die meisten davon im Fichtenwald und vor allem auf Forstwegen, wo Harvester im Vorjahr im Einsatz waren. Gerne auf Fichtenschnitzel, die schon ein Jahr liegen, nach einem Frühlingsregen.

Käppchenmorchel – halbfreie Morchel, Mützenmorchel, Morchella Semilibera, Glockenmorchel, Morchella Gigas – echte Schlauchpilze, Morchelverwandte

Verschiedene Käppchenmorcheln Käppchenkorchel Käppchemorchel und Böhmische Morchel Käppchenmorchel

Mein größter Fund waren 1.7 Kg auf einem Platz, nahe eines Baches in einem Auwald. Dieser Pilz geht zeitgleich mit der Speise- oder Maimorchel. Sie wächst saprobiontisch gerne im Auwald, auf Rindenmulch – Folgezersetzer, Mischwald, Feucht-Wiesen, unter Pappeln, oft gemeinsam mit Spitzmorcheln. Der Stiel ist proportional meist 5-6 Mal so lang, wie der Hut, wachsartig und hohl. Das Fleisch ist zerbrechlich. Farbe ist hellbraun, bis gelblich. Der Stiel fühlt sich ein wenig schuppig an und hat auch eine Körnchenstruktur. Ich habe meine meisten Käppchenmorcheln unter Eschen und nahe beim Bärlauch, meist auf Holzabfällen gefunden. Der Geschmack ist zarter, als bei der Speisemorchel. Sie lieben auch kalkreiche Böden, ehemalige Brandstellen, Holzlagerplätze, und sie sind oft unter Bärlauch, bei Wildanemonen, Schnee- und Maiglöckchen zu finden. Eine ähnliche Form ist die Böhmische Morchel, die ganz ähnlich aussieht, nur ist deren Hut abgerundet und bei der Käppchenmorchel läuft er spitz zu. Außerdem gibt es  noch die Fingerhutverpel, deren Hut abgeflacht ist.

Becherlingsartige: Adriger Morchelbecherling – auch Gemeiner Morchelbecherling

Morchelbecherlinge3 Morchelbecherlinge 1 Morchelbecherlinge 2

Ich kenne diesen Pilz auch unter dem Begriff Anemonenbecherling. Dieser Morchelpilz tritt meist in sehr großen Mengen in Auwäldern, an Bächen oder Flüssen und auf Streuobstwiesen auf. Er lebt als Saprobiont (nützt tote organische Substanzen als Nahrung) und steht häufig in Gruppen mit anderen Morcheln zusammen. Er sieht aus wie kleines Schüsselchen und fußt mit einer winzigen stielartigen Basis in der Erde. Er ist stark geadert und matt. Die Farbe ist innen ist hellbraun und an den Rändern heller. Manchmal ist er an der Außenkante sogar weißlich. Der Pilz ist leicht brüchig und riecht stark nach Chlor – gutes Erkennungsmerkmal. Er erscheint von Mitte März bin Ende Mai. Oft versteckt er sich im Bärlauchbewuchs.

Verwechslungsmöglichkeiten

Scheiben-Lorchel – Gyromitra ancilis

Scheiben Lorchel Schildförmige Schiben-Lorchel

Die Scheibenlorchel gehört zu den Lorchelverwandten und zur Gattung der Giftlorcheln (Gyromitra). In manchen Nachschlagwerken wird die Scheiben Lorchel als essbar geführt – ich lasse sie als essbaren Pilz aus. Sie wächst an Nadelholz. Sie wird auch größter Scheibling genannt. Außerdem gibt es noch den schildförmigen Scheibenbecherling (wächst an Laubholz). Der Fruchtkörper bildet, so wie bei der Scheibenlorchel auch keinen Becher und ist flach ausgebreitet. Beide Arten wachsen von April bis Juni und der Geruch ist unangenehm und stark stechend nach Chlor. Beide Arten wachsen an morschen und absterbenden Hölzern.

Kronenbecherling – Sarcosphaera crassa – Pezizacea

Hier ist der Fruchtkörper, wenn er noch jung ist, geschlossen und 5-15 cm breit. Im Älterwerden reißt der Pilz sternförmig auf. Dann sieht er fast wie ein Krönchen aus. Bei den essbaren Becherlingen ist der Rand nie sternförmig eingerissen. Die Innenseite ist hellbraun, bis hell-violett, rosa und ockerfarben. Er kommt meist in großen Mengen vor. Er wächst so wie alle anderen Arten gerne in Auwäldern, aber er kommt auch auf steinigen Wegen und unter Büschen, in Parkanlagen vor. Von einem Verzehr wird abgeraten, in rohem Zustand gilt er als besonders giftig.

Bischofsmütze – Gyromitra infula

Bischofsmütze

Auch sie gehört zur Gruppe der Lorchelverwandten (Helvellaceae) und der Giftlorcheln, echte Schlauchpilze. Das Pilzgift heißt Gyromitrin und sein Abbauprodukt ist das Monomethylhydrazin (MMH). Sie hat einen in der Mitte einkerbten Hut. Dieser Pilz kann sehr groß, bis zu 30 cm hoch werden. Meine Funde waren meist 5-6 cm große Exemplare. Der Hut ist zimtfarben bis rotbraun. Die Hutseiten sind am Rand mit dem Stiel zusammengewachsen. Der Stiel selbst kann gerade bis zylindrisch sein. Wenn der Pilz ganz jung ist, kann der Stiel oft mit einem breiartigen Zellkörper gefüllt sein, bei älteren Stücken ist der Stiel hohl. Das Fleisch dieses Pilzes ist wachsartig und bricht wie bei den Becherlingen leicht. Der Geruch ist eher nicht markant. Die Bischofsmütze ist ein Herbstpilz. Eine meiner Lehrmeisterinnen hat die Bischofsmütze gekocht, das Wasser abgegossen und sie verspeist. Ich rate dringend davon ab! Die Latenzzeit ist mit 6-12 Stunden angeführt. Es kann zu Brechdurchfällen, Koliken und blutigen Durchfällen führen. Diese münden in nervöse Störungen wie Benommenheit, Zittern, Gehstörungen, Unruhe und Bewusstseinstrübung. In der Folge versagen Leber und Niere, Herzkreislauf und zentrales Nervensystem. Auch in Italien habe ich den Pilz am Markt als Speisepilz angeboten gesehen. Die Essbarkeit ist heute mehr als umstritten. Da dieser Pilz eher selten ist, kann man ihn denke ich, getrost stehenlassen. Sie wächst gerne auf sandigen Kiefern- und Fichtenböden. S. dazu auch: Flammer/Horak: Giftpilze-Pilzgifte, 2003

Frühlingslorchel oder Frühjahrslorchel – Gyomitra esculenta, echte Schlauchpilze, Lorchelverwandte

Frühjahrslorchel

Die Frühjahrslorchel hat einen unregelmäßigen meist rot- bis dunkelbraunen Hut – ich vergleiche ihn mit einer gehirnähnlichen Struktur. Er besteht aus vielen schlauchartigen (Asci) und zusätzlich sterilen Zellen (Paraphysen) und ist damit zur Gänze überzogen. Meist hatten meine Funde eine glänzende, leicht feuchte Hutoberfläche. Der Stiel ist faltig und nicht glatt, wie bei den Speisemorcheln. Innen ist er gekammert und hohl. Auch dieser Pilz enthält das Gift Gyromitrin  (N-Methyl-N-formylacetaldehydrazon), ein wasserlösliches Zellgift und wirkt ähnlich wie das Gift des grünen Knollenblätterpilzes. Diese Form der Vergiftung hat eine lange Latenzzeit und führt von Nierenversagen, bis hin zur Leberzersetzung und einer Zersetzung der roten Blutkörperchen (Hämolyse). Das Zentralnervensystem wird geschädigt. Auch das bloße Einatmen des leicht flüchtigen Giftstoffes kann schon zu Atembeschwerden führen. Auch bei diesem Pilz wurde früher Abkochen und Abgießen des Kochwassers angeraten. Das Trocknen senkt zwar den Gehalt an Gyromitrin, aber bitte diesen Pilz unbedingt meiden! Heute gibt es Hinweise darauf, dass der mehrmalige Genuss dieses Pilzes zur Bildung von Antikörpern führen kann, die in einer komplexen allergischen Reaktion münden und auch eine krebserregende Wirkung haben. s. dazu auch Gyromitra-Syndrom http://de.wikipedia.org/wiki/Fr%C3%BChjahrs-Giftlorchel

Zipfel-Lorchel – (Gyromitra fastigiata, Discina fastigiata), Lorchelverwandtschaft

Der Hut der Zipfel-Lorchel ist 4–10 cm hoch und breit. Manchmal kann er auch noch größer werden. Er hat eher große Fruchtkörper, mit braunen, hirnartig aufgeworfenen und in mehrere Zipfel ausgezogenen Hütchen, die zum Stiel hin abfallen. Es sind Lappen, mit meistens drei Zipfeln. Die Hutoberfläche ist gerippt und grob hirnartig gewunden. Die Färbung kann von gelb- bis rotbraun und schwärzlich sein.  Die Hutinnenseite ist hohl und weißlich. Der Stiel ist zylindrisch, weiß und rippig. Die Basis ist verdickt. Sein Fleisch ist weißlich, zerbrechlich und wässrig. Der Pilz hat einen schwachen Spermageruch. Die Zipfel-Lorchel wächst saprobiontisch in Laubwäldern, eher seltener im Nadelwald unter Fichten. Er bevorzugt kalkhaltige Böden. Zu finden ist er von März bis Mai.

Riesenlorchel – Riesenstocklorchel, Gyomitra esculenta

Riesenlorchel

Sie erscheint von Mitte März bis Ende Mai in Auwäldern, auf Holzabfällen, in Laubwäldern, unter Pappeln oder als Folgezersetzer auf Rindenmulch. Auch sie weist eine gehirnartige Struktur am Hut auf. Dieser Pilz wird 8-13 cm hoch, uns sitzt auf einem eher gedrungenen Stiel. Der Hut ist mit dem Stiel unregelmäßig verwachsen, das Fleisch brüchig. Dieser Pilz hat einen angenehmen Pilzgeruch. Aber auch er enthält das Gift Gyromitrin. Von der Färbung ist er heller als die Frühjahrslorchel.

Herbstlorchel

Herbstlorchel

Diesen Pilz habe ich schon an Wegrändern stehend, an Waldrändern, aber vor allem im Laubwald angetroffen. Er liebt kalkhaltige Böden im Flachland aber auch im Hochgebirge. Man findet ihn von August bis November. Das Fleisch ist brüchig und zerbrechlich, der Stiel elastisch, oft mit langgezogenen Löchern und Längsrillen versehen. Der Hut hat wieder eine Sattelform mit einer starken Einkerbung in der Mitte. Oft sieht er fast wie eine Skulptur aus. Der Geruch ist angenehm, die Farbe hellweißlich bis ganz zart beige. Dieser Pilz abgekocht gilt als essbar, der Geschmack soll aber wertlos sein.

Hochgerippte Becherlorchel – hochgerippter Becherling – Pokal-Rippenbecherling, Helvella Acetabulum – Schlauchpilz, Lorchelartige

hochgerippter Becherling

Dieser Pilz hat eine auffallende Becher- oder Pokalform mit stark ausgeprägten Rippen am Stiel, die in die Hutunterseite reichen. Die Färbung ist hell- bis dunkelbraun. Er erscheint von April bis Juni Laub- und Nadelwäldern, besonders gerne unter Pappeln. Aber auch an Wegen und besonders gerne  kalkhaltigen Böden. Er gilt als ungenießbar.

Grubenlorchel – Helvella lacunosa – H. sulcata

Dieser Pilz gehört auch zu den Lorchelverwandten und wird 3-10 cm hoch. Der Hut ist sattelförmig gekerbt und er hat brüchiges Fleisch. Die Farbe ist mittel- bis dunkelgrau, der Stiel etwas heller. Der Stiel besteht aus Hohlräumen und er kann manchmal etwas gewunden sein. Der Geruch ist eher dumpf- erdartig. Die meisten Exemplare habe ich in Laubwäldern unter Rotbuchen gefunden. Die Grubenlorchel ist nicht für den Verzehr geeignet.

Elastische Lorchel – Helvella elastica

Sie gehört zu den Schlauchpilzen. Der Hut wird bis zu 4 cm breit und der Stiel kann bis zu 10 cm lang sein. Die Farbe ist gräulich – ich kenne auch fast weiße Exemplare, besonders aus den Laubwäldern. Dieser Pilz ist im August bis in den Oktober hinein anzutreffen. Der Hut sieht wie ein Reitsattel aus und hat eine tiefe Verkerbung/Vertiefung in der Mitte. Das Fleisch ist biegsam. Diese Art ist besonders roh ungenießbar. Er wurde früher abgekocht gegessen.

Es gibt noch viele weitere Morchel- und Lorchelformen, die wichtigsten und gängigsten habe ich aber hier angeführt.

Stinkmorchel

Stinkmorchel

Botanisch gehört er zur eigenen Gattung der Stinkmorcheln – Rutenpilze. Dieser Pilz ist rascher zu riechen, als zu sehen. Er riecht übelst nach Aas. Er steht gerne im Laubwald, aber auch im Nadelwald. Er entsteht aus dem „Hexenei“ – das ist das Frühstadium des Pilzwachstums und ist dieser Phase sogar essbar. Der Stiel mit Kappe schiebt sich dann aus diesem Ei. Der Pilz wird bis zu 20 cm hoch und die Kappe 3-4 cm, creme bis bräunlich. Er gedeiht August bis November. Sein aasartiger Geruch lockt Fliegen und Wanzen und Mistkäfer an. Sie verspeisen die gallertartige Gleba – das ist der Überzug auf dem Pilz und vertragen somit die Sporen für die Fortpflanzung des Pilzes. Durch sein Aussehen und seinen Geruch ist dieser Pilz unverwechselbar. Er ist nicht giftig aber ungenießbar. Nur das Hexenei – also im Frühstadium ist er essbar.

Verarbeitung von Morcheln

Morcheln können frisch, oder getrocknet, aber niemals roh verarbeitet werden. Ich friere sie auch gerne ein und verarbeite sie dann in Saucen. Einfach tiefgefroren in die Sauce einarbeiten.