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Einbeere

Einbeere-Paris Quardofolia –Einbeeren-Paris-Augenkraut-Krähenauge-Schwarzblattkraut-Liliengewächse (Liliaceae)

Einbeere Fruchtknoten

Einbeere Fruchtknoten

Die hier angeführt Form der vierblättrigen Einbeere, möchte ich wegen der Gifitgkeit beschreiben. Sie gehört in die Gruppe der Germergewächse (Melanthiceae).

Einbeere Frucht

Einbeere Frucht

Aussehen und Standorte

Die Einbeere ist eine einjährige geophytische (Erdpflanzen, die schlechte Bedingungen durch unterirdische Organe überdauern können, das können Rhizome, Zwiebel oder Rüben als Nahrungsspeicher sein) Pflanze, die bis zu 30 cm hoch werden kann. An jedem Stängel bildet sie eine endständige, zwittrige, radiärsymmetrische, grüne Blüte aus. Sie blüht zurzeit, also Mai bis etwa Ende Juni. Die Rhizome ist monopodial (hat eine durchgehende Hauptachse). Diese Rhizome können bis zu 14. Jahre alt werden. Die inneren Blütenhüllenblätter sehen aus wie dünne Fäden und die Blüte hat 8 Staubblätter (vorweibliche Pollen-Scheibenblume). In der Mitte sitzt ein schwarzblauer, ca. 1 cm großer Fruchtknoten. Die länglichen Pollenkörner werden auch durch den Wind verbreitet (Amphiphilie). Ich finde die Einbeere sowohl im Laub-, aber vor allem in Auwäldern. Sie ist in Nadelmischwäldern und in Eichenwäldern anzutreffen. Sie zeigt Grund- und Sickerwasser an und wächst gerne in Gruppen auf feuchten, nährstoffreichen Böden.

Einbeere noch ohne Frucht

Einbeere noch ohne Frucht

Inhaltsstoffe

Diese Pflanze ist durch seine Saponine – Steroidsaponine besonders giftig. Sie enthält Glykoside – Paridin, Parystiphnin und Pennogenin. Außerdem noch Asparagin. Werden mehrere Beeren gegessen, kann das zu Atemlähmung und letztendlich zum Tod führen. Auch das Rhizom ist besonders für Tiere, wie Gliedertiere und Fische giftig.

Heilwirkung

Dieser Pflanze hat man früher Zauberkräfte nachgesagt und es wurde die gesamte Pflanze gegen ansteckende Krankheiten, Nervenkrankheiten, als Narkotikum, gegen Migräne und Herzbeschwerden angewendet. In der Volksheilkunde wurde sie (ebenfalls als Tinktur) als Gegengift gegen Quecksilber und Arsen verwendet. In Homöopatischer Dosis wird sie hie und da immer noch als Tinktur angeboten. Als Salbe wird sie zur Heilung schlecht verschließender Wunden verabreicht.

Verwechslungsmöglichkeiten

Ich würde hier bei Kindern vorsichtig sein, die diese Beere als größere Heildelbeere ansehen könnten. Verwechslung mit essbaren Beeren möglich.

 

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