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Veilchen

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Jetzt erscheinen die ersten Veilchen und mit ihnen kommen auch Rezepte mit Veilchenblüten. Neben der Rose und dem Rosmarin sind auch die Veilchen dem Liebesgöttinnen Freya, Venus und Aphrodite gewidmet. Das Veilchen steht für die unschuldige Liebe. In Griechenland war es dem Schutz Orpheus unterstellt. Es hieß er tanzte – und mit ihm die Steine und die Blumen, als er müde zu Boden sank und seine Leier ihm entglitt, wuchsen blaue Veilchen. Hippokrates verwendete das Veilchen gegen Kopfschmerz und Melancholie. Johann Wolfgang von Goethe schrieb 1774 das Gedicht „Das Veilchen“ und beschreibt darin das unauffällige Wesen dieser Blume. Hildegard von Bingen empfahl Kompressen mit Veilchen zur Behandlung diverser Augenerkrankungen. In der TCM Methode werden die Blüten und die Blätter bei Lungen-, Herz- und Lebererkrankungen eingesetzt.

Veilchenstrauss

Aussehen

Das Veilchen ist eine ein- oder zweijährige krautige Pflanze, selten auch als Halbstrauch – das bedeutet im unteren Bereich verholzt. Es bildet meist Rhizome als Überdauerungsorgane aus. Die Wurzel ist weit verzweigt und kann lange Ausläufer bilden. Die sattgrünen, oft gezähnten Laubblätter stehen grundständig zusammen oder sind an einer Sprossachse ausgebildet, wechselständig oder verteilt angeordnet. Sie sind in Blattstiel und einfache oder geteilte Blattspreite gegliedert. Optisch ähnelt es einem Herzen. Es bildet auch Nebenblätter – blattähnliche – aus, die frei oder mit den Blattstielen verwachsen sind. Sie sind gewimpert, gefranst und können an den Enden bräunliche Drüsen aufweisen. Manche Violenarten haben Blätter, die an der Unterseite behaart sind. Diese feine Haare sind einzellige oder vielzellige Trichomen, die sich an der Oberfläche von Pflanzen befinden. Die Funktionen sind unterschiedlich, manche dienen der Kalkausscheidung. Die Formen sind ebenfalls unterschiedlich. Die Blüten stehen einzeln, mit zwei Deckblättern in den Blattachseln auf Blütenstielen. Die filigranen Stängel können je nach Sorte bis zu 6 cm lang sein. Die Blüten sind oft dimorph (zweigestaltig) Kleistogam – Selbstbestäubung von geschlossenen Blüten, mit der Folge der Selbstbefruchtung. Die Bestäubung bei geöffneten Blüten wird als Chasmogamie – sich öffnende –  bezeichnet, das beinhaltet die Selbst- und und die Fremdbestäubung. Die Blüten sind zwittrig und zygomorph – zwei spiegelgleiche Hälften, also haben eine Symmetrieebene –  fünfzählig und haben eine doppelte Blütenhülle. Der Kronschlund ist oft behaart und heller als die äußeren Teile der Kronblätter. Die dunkelvioletten Sorten enthalten Violanin. In der Gattung der Viola gibt es sehr viele verschiedene Unterarten und viele Bastarde. die Farbpalette reicht von blau, violett, gelb, weiß bis zu Rottönen.

Die Wuchshöhen reichen von 2 cm bis 20 cm.  Alpine Sorten sind entsprechend gedrungener, als z.B. Sorten, die in üppigen Auwäldern gedeihen. Für die wunderschöne blau-violette Farbe ist der Farbstoff Petalen zuständig.  Die Samenkaspeln sind lokulizid-dreiklappig und öffnen sich mit drei elastischen Klappen.

Veilchen Samenkapsel

Die Samen sind rund oder eiförmig, braun, mit glatter Oberfläche. Sie sind endosperm – ein Nährgewebe der Samen, die um den Keimling herum gelegt sind.

Standorte

Veilchen 2

An Rändern von Auwäldern, Wegen, Obstgärten, Bachufern, unter Hecken, an Waldrändern, auf Wiesen. Ich pflanze das Duftveilchen sehr gerne als Bodendecker im Halbschatten.

Wissenswertes

Das Veilchen kann sehr einfach im eigenen Garten vermehrt werden. Letztendlich sichert sich das Veilchen durch seine Besonderheit der Selbstbestäubung innerhalb der geschlossenen Blüte die Vermehrung. Es muss sich also nicht auf die Bestäubung durch Insekten verlassen. Es bevorzugt nährstoffreiche Böden, die leicht feucht sein dürfen. Das Veilchen dient vor allem Bienen als Nahrungsquelle. Ameisen laben sich gerne am nährstoffreichen Samenanhängsel und sorgen dadurch auch für die Verbreitung der Pflanze. In der Antike wurde das Veilchen als heilig verehrt und dem Gott Pan geweiht. Es wurden zu Ehren des Saturn Veilchenkränze auf dem Kopf getragen. Es wirkt: abschwellend und antibakteriell, beruhigend, blutreinigend, durchblutungsfördernd, entzündungshemmend, harntreibend, krampflösend, schleimlösend, schmerzlindernd, schweißtreibend. Es wird bei Bronchitis und Husten, Reizhusten oder Keuchhusten der Absud aus Wurzeln und Blüten verabreicht. Auch bei Atembeschwerden hilft ein Tee aus Wurzelabsud und Blüten. Bei Halsentzündung bewährt sich Gurgeln mit dem Absud. Bei Fieber, Grippe ebenfalls als Tee in kleinen Schlucken trinken.

Veilchen 3

Veilchen sind Frostkeimer, die nur bei Temperaturen um die 5° zu keimfähig werden. Am besten die Samen der Duftveilchen am Endes des Sommers direkt auf die Erde aussähen. Eine weitere Möglichkeit ist die Teilung der Mutterpflanze. Das Veilchen gedeiht in fast allen mediterranen Gebieten und in vielen Regionen Osteuropas – in Skandinavien hingegen gibt es in der freien Natur keine Duftveilchen. In Italien und in Südfrankreich wird es kommerziell angebaut. Der Argynnis pandora Kardinal – Kaisermantel, ernährt sich als Tagfalter im Raupenstadium u.a. gerne von Wohlriechenden Veilchen, Waldveilchen oder Rauen Veilchen.

Bildquelle: Heiner Ziegler Bild 080561 unter http://www.Argynnis pandora


Inhaltstoffe

Das Veilchen ist ein fixer Bestandteil der Naturheilkunde. Die Wirkstoffe werden vor allem bei Erkrankungen der Atemwege eingesetzt. Abkochungen aus Veilchenwurzeln sind als schleimlösende Mittel und gegen Katarrh der Atemwege bekannt. Das Kraut, also die Blätter haben jedoch eine abführende Wirkung und sind entsprechend sparsam einzusetzen. Gesammelt werden Blüten, Blätter und Wurzeln von März bis Oktober. Das Veilchen beinhaltet Alkaloide Violin und Odoratin, ätherische Öle, Bitterstoffe, Cyanmin -blauer Farbstoff, Eugenol, Flavonoide, Glykoside, Gummi, Proteine, Salizylsäure – Salizylsäuremethylesther-Methylsalycat, Saponine, Schleimstoffe, Vitamin C, Zucker. Der liebliche intensive Duft des Duft – Veilchens ist auf den Inhaltsstoff Jonon, einem Terpen zurückzuführen.

Rezepte

Veilchen Orangen Marmelade 

20160307_115219Was wäre ein Osterpinzen ohne meine inzwischen berühmte Orangen Veilchenmarmelade.

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  • 1 Kg 1:1 Gelierzucker
  • 1 Vanillestange
  • 2 Handvoll Duftveilchen
  • 1 Kg Bio-Orangen Die Orangen waschen und von einem halben Kilo der Orangen

Orangenzesten mit einem Zestenschneider herstellen. Den Rest mit einem sehr scharfen Messer in ganz feine Streifen schneiden. Den Saft der Früchte auffangen und dazu geben. Den Zucker einstreuen und alles einmal gut durchkochen. Mark der Schote auskratzen und einrühren. Zuletzt rasch die Blüten einrühren, dabei nicht mehr kochen. Sofort in Gläser füllen und verschließen.

Kandierte Veilchen – auch bekannt als Violettes de Toulouse

  • 300 gr Back-Zucker
  • 50 ml Wasser
  • Blüten
  • Zucker und Wasser erhitzen

Die Veilchen mit einer Gabel durch die noch handwarme Mischung ziehen und sofort in Backzucker drücken. Auf ein vorbereitetes Stück saugfähiges Papier legen und trocknen lassen. Am nächsten Tag noch einmal in Zucker drücken. Nach ein paar Tagen sollten die Blüten trocken sein. Sie eignen sich zum Dekorieren von Süßspeisen und zum Naschen. Am besten in einer verschließbaren Dose aufbewahren.

kandierte Veilchen

 

Veilchenessig

Veilchenessig

Veilchenessig

Für den Veilchenessig nehme ich gerne weißen Aceto Balsamico und auf einen halben Liter Essig eine gute Handvoll Duftveilchen. Nach ein paar Stunden färbt sich der Essig bereits rosa.

Veilchensirup

Die frischen Blüten in einen Topf geben, mit einem ¼ Liter kochendem Wasser übergießen. Am nächsten Tag abseihen und noch einmal mit frischen Blüten aufkochen. Einen Tag ziehen lassen, abseihen und Honig dazugeben. Bei Husten täglich 4-5  Esslöffel einnehmen.

Veilchen Tee

Dazu braucht man 10 g Wurzeln. Diese mit einem ¼ Liter kaltem Wasser übergießen, kurz aufköcheln lassen und nach etwa 5 Minuten durch ein feines Sieb abseihen. Davon täglich 3-4 Tassen schluckweise trinken.

http://www.pflanzenreich.com/viola-sororia-freckles-veilchen.html

weißes und geflecktes Veilchen: Mein-schöner-Garten. de

weißes Veilchen: http://www.fotocummunity.de

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Samtfussrübling

Allen meinen Lesern wünsche ich ein gutes Neues Jahr. Ich freue mich sehr, dass meine Beiträge so gut angenommen werden. Besonders freut mich das internationale Interesse. Das macht Spaß und motiviert!

Uns allen viel Frieden.

Fliegenpilz

2016

Ich darf das Jahr mit einem tollen Winterpilz einleiten. Als ich  vorgestern mit Hund, Pilzkorb und Schwammerlmesser loszog, waren die Blicke der Entgegenkommenden eindeutig.  Die Blicke gingen in Richtung „Weiße Jacke hinten verschnürt“. Ich lächelte sie alle freundlich an und ging siegesgewiss weiter. Die Belohnung war reichlich!

Samtfussrübling – Flammulina velutipes, aus der Familie der Physalacriaceae – Rindenschwämme, Agaricomysetes, Champignionartige – Agaricales, Winterrübling

Aussehen

Samtfussrübling Naturlexikon

Der Samtfussrübling ist ein besonders hübsch anzusehender Pilz. Durch seinen dunkelbraunen Samtfuss ist er auch leicht zu erkennen und zu unterscheiden. Die Einzelhüte sind etwa 3-12 cm groß und haben einen satten Honigton. Die Oberfläche ist etwas schmierig, glänzend. Im jungem Stadium ist das Köpfchen gewölbt, später flacht er ab. Das Pilzfleisch ist etwas zäh und dünnfleischig. Die Lamellen sind vorerst weißlich, dann blassgelb. Sie stehen etwas entfernt zum Stiel, bauchig. Der Stiel ist ringlos und bis zu 6 cm hoch, mit bis zu 1,5 cm Durchmesser und innen hohl. Er samtig behaart. Manchmal kann er zarte Rottöne aufweisen. Der Stiel ist häufig etwas gebogen, zylindrisch. Zur Basis hin wird die samtige Behaarung immer dünkler, und geht fast bis ins Schwarzbraune.

Standorte

Er wächst saprotroph – nutzt tote organische Substanzen als Nahrungsquelle – meist in größeren Büscheln, an totem Holz oder an lebenden Stämmen von Laubbäumen. Selten, ab dem Spätherbst und vor allem ab dem ersten Frost bis in den Winter hinein. Er wächst in fast ganz Mitteleuropa bis in mittlere Gebirgslagen. Ich habe ihn schön öfter in Auwäldern auf Totholz gefunden. Damit gehört dieser Pilz zu den Folgezersetzern und zu den Schwächeparasiten. Besonders oft fand ich ihn auf absterbenden Weiden. Dieser Pilz erzeugt im Inneren des Holzes die „Weißfäule.“ Er gedeiht aber auch unter Hecken, Gebüschen oder Bachufern. Bei Ginstersträuchern oder an Brandstellen. An Hollunderstämmen, Pappeln, Robinien, Walnuss, Ulmen, Koniferen, Eschen, bei Buchen und Erlen, seltener bei Fichten oder Nadelbäumen. Oft ist dieser Pilz entlang an Weidezäunen, die mit Pappeln oder Weiden eingesäumt sind zu finden. Auch in Parkanlagen, oder nahe an Bachufern und Bauernhöfen siedelt er sich gerne an. Sehr selten steht dieser Pilz im geschlossenen Wald.  Sehr gerne besiedelt er auch offene Stellen, z.B. von Verletzungen an Buchen oder Weiden. Hier ein sehr helles Exemplar an einer alten Weide in der Stopfenreuther Au.

Samtfussrübling hell

Erntezeit ist ab dem ersten Frost (selten früher) bis in den April hinein.

Wissenswertes

Dieser spannende Pilz gedeiht am besten bei Minusgraden. Es wird ihm nachgesagt, dass er sogenannte Frostschutzproteine einlagert um so die tiefen Temperaturen zu überstehen. Die Zellen werden im Wachstum gestoppt und überleben so. Seine ellipsoiden Sporen können an beiden Enden gleichzeitig keimen. Das sichert dem Pilz die Arterhaltung im Konkurrenzkampf mit anderen Pilzen. Der Samtfussrübling ist damit rascher im Besiedeln des Totholzes andere Arten.

Den Samtfussrübling gibt es im Fachhandel auch schon als Impfbrut zu kaufen. Dazu braucht man relativ frisches Weidenholz, das angebohrt wird. Der Samtfussrübling war einer der ersten Speisepilze, der kultiviert werden konnte. Bei einer Kultivierung im Garten, sollte dieser Pilz nicht zu nahe an Obstbäumen gezogen werden, da es nicht auszuschließen ist, dass er auch Obstbäume befällt. In Ostasien ist dieser Pilz als Enoki bekannt. In Japan steht er in der Beliebtheit gleich neben dem Shiitake-Pilz.

Weitere Arten sind der Pappel-Samtfussrübling – Flammulina populicola und der Rossica-Samtfussrübling – Flammulina rossica Redhead, der Blasshütige Samtfußrübling – Flammulina fennae, der Hauchechel-Samtfußrübling – Flammulina ononides, (Wirtspflanze Hauhechel)

Heilwirkung und Inhaltsstoffe 

Der Pilz wirkt immunstärkend und Gefäß-schützend. Strahlenexperten wissen, dass der Samtfussrübling eine strahlensuchende Anzeigerpflanze ist – Erdstrahlen. Diesem Pilz wird japanischen Studien zufolge eine krebshemmende Wirkung nachgesagt.

Er enthält Polysaccharide (EA5, EA6, EA3), Glykoproteine (Proflamina), Vitamine der B-Gruppe, Linolsäure, Palmitinsäure, Triterpene, Proteine (FIP-FVE, Flammin, Velin, Velutin, Flammulin), Komplexe Proteolitico (Aminopeptidase, Proteinase), Unlösliche Fasern, Analoge von Ascorbinsäure. Antimikrobielle Aktivitäten konnten bestätigt werden. Der Inhaltsstoff Velutin hat sich bei HIV als sehr effizient antiviral gezeigt. Die Wirkstoffe Enokipodin A, B, C und D (Triterpene) wirken antimikrobiell, besonders gegen Cladosporidium herharum und Bacillus subtilis.

Rezepte

Der Samtfussrübling ist ein knackiger und schmackhafter Pilz. Die Hütchen sind als frische Winterpilze eine herrliche Bereicherung. Am besten schmeckt er als Suppe verarbeitet. Im Geschmack ist er nussig, ein wenig säuerlich aber mild.

In Japan wird der Samtfussrübling z.B. in Flaschen (Weithalsflaschen) gezogen und in jungen Stadium verarbeitet. Den Enoki gibt es in getrockneter Form im Handel.

Samtfussrübling als Enokipilz

Winterliche Suppe asiatisch mit Samtfussrüblingen

  • 500 gr Samtfussrüblinge
  • 1 große helle Zwiebel
  • Suppengrün
  • Zuckererbsen
  • 250 gr Mie-nudeln (oder Glasnudeln)
  • etwas frischen Ingwer
  • 2 Eier
  • Gemüsebrühe
  • Wok – oder Sesamöl
  • Sojasauce

Die Zwiebel in etwas Woköl oder Sesamöl glasig dünsten. Mit der Gemüsebrühe aufgießen. Das Suppengrün in kleine Würfel oder Streifen schneiden. Ingwer in feine Scheiben schneiden. In der Suppe dünsten. Die Eier als Eierspeise, gut verrührt braten und in Streifen schneiden. Dann die Pilze geputzt in Öl anbraten und in die Suppe dazu geben. Zuletzt die Zuckererbsen dazu, damit sie knackig bleiben. Mit Soja abschmecken. Die Nudeln in einem Topf mit etwas Salz kochen. Dann mit kaltem Wasser spülen und gut abtropfen lassen. Nudeln in die Suppe geben. Das Grün der Petersilie fein gehackt obenauf streuen. Wer den zarten gezüchteten Enoki verwendet, sollte die Pilz wirklich nur ganz knapp vor dem Servieren in die heiße Suppe einlegen, damit er nicht zerkocht wird.

Verwechslungsmöglichkeiten

Mit dem Stockschwämmchen oder mit dem Gifthäubling.

Der Gifthäubling –  Galerina marginata, erscheint Mai bis Dezember und ist 1.5 bis 7 cm groß. Er wächst vor allem auf Fichten und Rindenmulch, seltener auf anderen Holzarten. Er hat einen flüchtigen Ring. Der Hut ist vorerst gewölbt und breitet sich später aus. Die Manschette ist vergänglich. Der Gifthäubling ist kaum in Büscheln anzutreffen und steht eher einzeln. Aber gefährlich sind Situationen, wo der Gifthäubling gemeinsam neben Stockschwämmchen wächst. Der Gifthäubling hat einen fasrig-silbrigen Stiel und keinen samtigen Samtfuss. Der Geruch ist mehlartig, muffig. Das Gift des Gift-Häublings ist das Amatoxin, das dem Gift des Grünen Knollenblätterpilzes ähnlich ist. Die tödliche Dosis liegt bei etwa 100-150 Gramm frischer Pilze. Im Pilz konnte auch Phalloidin nachgewiesen werden – es ist eines der Toxine des Grünen Knollenblätterpilzes – Amanita phalloides.

Gifthäubling

Gifthäubling

Das Stockschwämmchen-  – Träuschlingsverwandte, ist braun-gelb, spitzgebuckelt und fettig glänzend. Sein Stiel ist braunschuppig und hat einen häutigen Ring. Es wächst als Saprobiont an Laub- und Nadelholz. Es hat ebenfalls keinen Samtfuss. Ich persönlich erkenne das Stockschwämmchen an der doch für mich markanten Hutoberfläche.

Gifthäubling

Stockschwämmchen

Literatur: Unser Kräutergarten, Heilkräuterlexikon Bianchi, Ivo. Prof. Dr. Med. : Der Gebrauch von Pilzen in der Medizin. Moderne Mykotherapie – Pilzheilkunde

Gerstner, Dirk: Merkmale zur Unterscheidung (makroskopisch) Gifthäubling – Stockschwämmchen. http://www.mykolaus.de/kahlkoepfe/einzelberichte/2010/pdf/galerina_marginata_kuehnero_mutabilis_gdi.pdf/07.01.2016

Bildnachweis Gifthäubling: http://www.discoverlife.org