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Fliegenpilz

Fliegenpilz – Amanita muscaria, Wulstlingsverwandte, Agaricomycetes, Agaricomycetidae, Champignionartige, Wulstlinge

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Fliegenpilz im Nadelwald

Fliegenpilz im Laubwald

Fliegenpilz im Laubwald

Einer meiner ganz besonderen Lieblinge ist der Fliegenpilz. Durch die extreme Hitze dieses Sommers, war er nur selten anzutreffen. Jetzt nach dem Regen, kommen aber noch welche zum Vorschein. An dieser Stelle möchte mich besonders dafür aussprechen, diesen wunderbaren Pilz stehen zu lassen. Ihn weder zu zertreten noch auszureißen. Bei meiner Morgenrunde mit Hund im Wienerwald begegnete ich einer Jungfamilie. Der kleine Bursche des Paares brüllte: „Ein Pilz.“ Der wenig interessierte Vater meinte: „Lass, der ist giftig.“ Der kleine Mann überlegte kurz und dann sprang er mit beiden Beinen auf den Fliegenpilz. Sehr traurig so etwas mitansehen zu müssen. Ich freue mich immer ganz besonders, wenn ich welche sehe. Das ist für mich der Augenblick, wo ich weiß, dass die Steinpilze auch nicht weit sind.

Aussehen      

Fliegenpilz

Fliegenpilz

Fliegenpilz

Fliegenpilz Nachtaufnahme

Fliegenpilzansammlung

Fliegenpilzansammlung

Fliegenpilze Hutunterseite

Fliegenpilze Hutunterseite

Fliegenpilze Jung

Orangeroter Fliegenpilz

Fliegenpilze Schneeberg

In wie vielen Märchen kommt der Fliegenpilz als Illustration vor. Wie oft ist er als Glücksbringer abgebildet. Der uns geläufige Fliegenpilz ist die Art der Muscaria. Andere Varianten haben nur eine rote Hutseite und kaum die hübschen weißen Flöckchen. Dann gibt es noch die orangerote Variante, die var. formosa, die auch kaum Flöckchen zeigt.

Junger Fliegenpilz

Junger Fliegenpilz

Dann gibt es noch eine weitere Variante, den Amanita regalis mit einem bräunlichen Hut – der Königsfliegenpilz. Hier ist eine Verwechslung mit dem Pantherpilz leicht möglich. Der Hut wird zwischen 5 und 17 cm groß. Anfangs ist er kugelig und flacht dann ab. Zuletzt, wenn er ausgewachsen ist, bildet er eine Scheibe. Der Rand ist leicht herabgezogen und gerieft. Schön ist der Kontrast zwischen dem Kirschrot und der weißen Unterseite des Hutes und des Stieles. Die flockigen weißen Pünktchen auf der Hutoberseite geben ihm sein typisches Aussehen. Die Lamellen stehen frei, leicht bauchig aneinander. Sie brechen sehr leicht. Ältere Exemplare färben sich lachsfarben. Wird der Pilz verletzt, kommt ein safrangelbes Fleisch zum Vorschein. Die Haut kann in etwas bis zur Mitte des Hutes abgezogen werden. Der Stiel wird bis zu 20 cm hoch und bis zu 3 cm stark. Er mündet in einer verdickten Knolle. Im oberen Teil hat der Fliegenpilz einen Ring mit einem gezahnten Rand. Die Flöckchen sind übrigens leicht abzuwischen und bestehen aus Velumsresten (Velum universale).

Standorte

Mischwälder, Laub-, und Nadelwälder. Unter Fichten, Birken, an Waldrändern und auf Weiden. Manchmal einzeln und manchmal in Scharen vorkommend.

Inhaltsstoffe

Der wichtigste Inhaltsstoff ist die Ibotensäure (nicht proteinogene Aminosäure). Besonders konzentriert kommt sie im gelben Fleisch des Fliegenpilzes vor. Die Ibotensäure ist eine leicht zersetzbare Substanz, die bei der Entfernung des Kristallwassers unter Decarboxylierung zu Muscimol (psychotropes Alkaloid). Dieser Wirkstoff ist sowohl im Fliegenpilz, als auch im Pantherpilz zu finden. Muscimol entsteht aus der Vorstufe der Ibotensäure. Es hat (delirant Halluzinogen).

Vermutlich ensteht das Muscimol erst beim Trocknen des Pilzfleisches. Schon 10 mg Muscimol erzeugt Schwindelgefühle und Bewegungsstörungen, Muskelkrämpfe (nicht immer) und psychische Stimulation. Der Rauschzustand endet in einem tiefen Schlaf. Zuviel können Bewusstlosigkeit und Tod im Koma hervorrufen. Es sind bisher keine Suchtabhängigkeiten bekannt. Der Pilz wird getrocknet geraucht oder als Tee konsumiert. Die Wirkung aus dem frischen Pilz ist deutlich schwächer.

Strukturformel Muscimol

Verwechslungsmöglichkeiten

Der Fliegenpilz kann besonders im Jungstadium mit dem Pantherpilz – Amanita pantherina, verwechselt werden. Auch er gehört zu den Wulstlingsverwandten – Amanitaceae. Auch er wurde für Initiationsriten genutzt. Er enthält Ibotensäure, das sich ebenfalls beim Trocknen in Muscimol umwandelt. Sein Hut ist jedoch bräunlich-grau. Die Häufigkeit einer Verwechslung mit dem grauen Wulstling ist gegeben. Dieser gilt aber als guter Speisepilz.

Grauer Wulstling

Grauer Wulstling

Auch mit dem essbaren Kaiserling – Amanita caesarea, kann der Fliegenpilz Ähnlichkeit aufweisen. Der Kaiserling oder auch Orangegelber Wulstling gehört zu den begehrtesten Speisepilzen. Daher auch sein Name, weil er nur für die Obrigkeit reserviert war. Im Unterschied zum Fliegenpilz hat der Kaiserling weiß-gelbliche Lamellen und einen goldgelben Stiel.

Kaiserling

Kaiserling

Kaiserling

Kaiserling

Wissenswertes

Der Inhaltsstoff Muscimol wurde schon seit Jahrtausenden als halluzinogenes Mittel, also als Rauschmittel eingesetzt. Der Stoff wird über den Harn wieder ausgeschieden. Daher ist das Trinken des Urins eines berauschten Menschen ebenfalls wirksam. Bekannt ist dieser Form des Berauschens von einigen sibirischen Völkern. 1 Gramm Muscimol gilt als potentiell tödlich. Muscimol zählt zu den sogenannten GABA(A)-Agonisten – Delirantium-neurotoxische Ibotensäure. Der Rauschzustand bewirkt einen Verlust des Persönlichkeits-, Ort-, und Zeitgefühls. Die Stimmungsschwankungen reichen von Glücksgefühlen, Euphorie, Angst, Panik oder Depression. Der Gipfel des Rauschzustands wird nach etwa drei Stunden erreicht. Mischungen aus Cannabis und Muscimol können die psychodelische Wirkung entweder verstärken oder beruhigend und sedierend unterstreichen. Gefahren sind der „Horror-Trip“, Nieren-, und Leberschädigungen. Besonders bei leichtfertigen überdosierten Gebrauch. Positive GABA-Modulatoren sind Benzodiazepine. Sie werden oft als Mittel eingesetzt um Horror-Trips zu unterbrechen. Panikattacken können somit unterbrochen werden. Die Gefahr beim Einsatz von zwei GABA-Agonisten ist die gegenseitige Verstärkung.

In früheren Zeiten wurde ein Schälchen mit Milch und einem Stück Fliegenpilz in die Fenster gestellt. Die Fliegen, die davon tranken, taumelten zu Boden. War genug Gift in der Milch starben die Fliegen daran. Wichtig ist es die Milch zu zuckern, damit sie die Fliegen anlockt.

Für mich ganz wichtig ist, dass der Fliegenpilz sehr häufig mit dem Steinpilz in nächster Nähe steht. Einen wissenschaftlichen Nachweis für dieses gemeinsame Wachstum hat man noch nicht verlässlich erbringen können, aber ist ist für ganz offensichtlich. Das Bild ist eine Aufnahme in einem Fichtenwald, nahe dem Schneeberg. Die beiden sitzen übereinander auf einem Nadelhaufen. Also wer Fliegenpilze zertritt, stört auch das Verhältnis mit dem Steinpilz.

Steinpilz und Fliegenpilz

Steinpilz und Fliegenpilz

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Boviste

Boviste – Champignionverwandte – Agrcaceae, Stäublinge

Flaschenstäublinge jung

Flaschenstäublinge jung

Wegen der vielen Funde in den letzten Tagen, habe ich viele Whats Apps erhalten – ob es sich bei diesen Funden um essbare Pilze handelt. Also nehme ich gerne heute den Bovist als Beitrag. Für mich hat der Bovist einen wunderbaren Geruch und Geschmack und ich sammle ihn leidenschaftlich gerne.

Besonders für Sven mit reichem Fund!

Aussehen

Flaschenhalbovist

Boviste sind kugelförmige Pilze in deren Innerem (Gleba) die Sopren reifen. Somit ist der Bovist bestens für Trockenphasen gerüstet. Bei den Bovisten gibt es essbare und ungenießbare Exemplare. Ich versuche hier ein wenig Übersicht zu verschaffen.

Verschiedene Arten

Riesenbovist – Calvatia gigantea, Agaricomycetidae, Champignionverwandte – Agrcaceae, Riesenstäubling, Großstäublinge – Calvatia

Riesenbovist im Schnitt

Riesenbovist im Schnitt

Diese Riese aus der Familie der Boviste ist besonders schmackhaft und wegen der Größe besonders ergiebig.

Riesenbovist aufgeschnitten,  panieren

Riesenbovist aufgeschnitten, panieren

Dieser Pilz wurde den Champigionverwandten zugeordnet, obwohl er keine Blätter (Blätterpilze/Lamellen) hat. Man begegnet ihm hie und da auf Weiden und Wiesen (gedüngt), auf Streuobstwiesen und lockeren Wäldern- auch in Kiefernwäldern. Ein guter Bovist-Anzeiger sind Brennessel, weil sie ähnliche Bodenverhältnisse suchen. Er bevorzugt humus- und stickstoffreiche Böden. Er kommt auch gerne in Laubwäldern mit Au-Charakter vor. Manchmal bilden sich Hexenringe. Der Riesenbovist ist rund bis elliptisch, hat keinen Stiel und ist direkt mit dem Myzel verbunden. Am unteren Ende ist der Bovist eingeschnürt.

Riesenbovist Unterseite

Riesenbovist Unterseite

Er kann Ausmaße von 10 bis 50 cm haben und erreicht ein Gewicht bis zu 20-25 kg (Funde in Südamerika, erzählen von noch größeren Pilzen). Die Außenhaut ist weiß, glatt und etwas ledrig. Der Riesenbovist hat zwei Außenhüllen (innere – Endeperidie und äußere Haut – Exoperidie). Später färbt sich der Pilz grünlich-gelb und im Inneren ist er jung weiß, später gelblich bis braun. Am Durchschneiden und der weißen Farbe im Inneren kann man die Frische erkennen. Ein alter Bovist hat einen scharfen, urinartigen Geruch. Der Riesenbovist wächst von ende Juni bis September.

Alle Boviste haben zuerst eine feste Fruchtmasse, die dann später in der Reifephase pulverartig wird und bei Berührung aus einer kleinen Öffnung (obenauf) in Staubwolken die Sporen freigibt. Im Mittelalter wurde der Riesenbovist als „Bubenwind“ oder „Bubenfist“ bezeichnet – weil er bei der Freigabe der Sporen „pupst“. Alte Exemplare sehen wie ein bräunlicher Badeschwamm aus.

Riesenbovist alt

Riesenbovist alt

Flaschen Stäubling – Flaschenbovist – Lycoperdon perlatum Pers. = Lycoperdon gemmatum Batsch

Flaschenstäublinge jung

Flaschenstäublinge jung

Als Kind durch den Wald laufen und die reifen Fruchtkörper des Flaschenbovists drücken – das war lustig. Fasziniert habe ich zugesehen, wie dann die bräunlichen Wölkchen entwichen.

Aussehen

Die 1-10 cm großen, weißen Fruchtkörper haben eine verkehrt flaschenförmige Gestalt. Die Bauchstelle kann einen Durchmesser von 5 cm erreichen. Der ganze Fruchtkörper hat an der Oberfläche kleine abwischbare Warzen. Im Alter wird der Pilz braun und wie bei Riesenbovist färbt sich das Innere – Gleba braun. So lane der Pilz innen weiß ist – ernten. Ein hervorragender, schmackhafter Pilz. Am Scheitelpunkt entsteht im Alter eine Öffnung, durch die Dann die Sporen entweichen. Der Flaschenstäubling zählt zu den häufigsten Weichbovisten. Auch er wird heute zu den Champigionsverwandten gezählt.

Standorte

In den verschiedensten Wäldern – vom Flachland bis in hohe Gebirgslagen.

Inhaltsstoffe der essbaren Boviste

Dem Bovist wird eine wundheilende Wirkung nachgesagt. Er soll auch bei chronischen Entzündungen des Verdauungstraktes und der Blase helfen. In der Homöopathie wird er bei Menstruationsstörungen, Nasenbluten, Herzklopfen und Hautausschlag eingesetzt. Energiewert (100 Gramm): 18 Kcal. Kohlehydrate: 1 Gramm.

Sammeln

Ab Juni bis Oktober – in getrennten Papiersäcken – will die abfallen feinen Warzen auf andere Pilze im Korb fallen

Verarbeitung

Die Haut mit den feinen Warzen abziehen. Wenn der Pilz jung ist, kann die Haut bleiben. Wunderbarer Mischpilz oder wenn die Fruchtkörper größer sind, panieren.

Birnenstäubling – Lycoperdon pyriforme, Lycoperdales, Stäublinge – Lycoperdacea

Birnenstäubling

Birnenstäubling

Der weiß, bis hellbeige Pilz hat ebenfalls eine körnige Oberfläche. Der bauchige Oberkopf 3-5 cm groß, geht in einen Stiel über. Ältere Exemplare verlieren die körnige Oberfläche und werden braun. Auch das Innere färbt sich braun. Im Gegensatz zum Flaschenstäubling hat der Birnenstäubling einen scharfen – für mich nicht angenehmen, leuchtgasähnlichen Geruch. Trotzdem ist er jung essbar.

Standorte

Als Saprobiont (Folgezersetzer) wächst er auf totem Holz und Holzstrünken von Juni bis Oktober

Hasenbovist – calvaita utriformis, getäfelter Großstäubling – Lycoperdales

Hasenbovist

Hasenbovist

Aussehen

Der Hasenbovist ist anfänglich weiß, färbt sich später gräulich und dann goldgelb. Der Fruchtkörper ist birnenförmig, sack-,oder ballonförmig, gedrungen und sitzt auf einen dicklichen Stiel (halslos). Auch er ist übersäht mit kleinen Warzen, die im Alter wieder verschwinden. Die Außenhaut beginnt die Hautoberfläche im Alter zu reißen. Dann bricht sie auf und entlässt die Sporen. Jung ist der Pilz innen weiß und wattig. Später färbst sich das Innere gelb bis olivgrün.

Standorte

Dieser Pilz wächst von Juni bis Oktober, häufig auf Weiden, besonders im Gebirge. Auf trockenen Wiesen, Brachfeldern und an Waldrändern.

Igelbovist – Lycoperdon echinatum, Champignionverwandte –  Agaricaeae

Igelbovist

Igelbovist

Igelstäubling alt

Igelstäubling alt

Der Igelbovist ist mir erstmals in einem Edelkastanienwald in Slowenien nahe Rogaska Slatina begegnet. Dort habe ich unter anderem Steinpilze in Übergröße und Igelboviste gefunden. Mein ortskundige Begleiterin und Pilzkennerin erzählte mir von den Igelbovisten. Sie erntete sie mit ihrer Mutter als Kind nach dem Krieg. Vermischt mit Erdäpfeln und anderen Pilzen, war das eine der Hauptnahrungsquellen in kargen Zeiten.

Aussehen

Dieser Pilz wird 4-5 cm groß, ist außen stachelig und braun. Ältere Exemplare verlieren die Stachel und zeigen dann ein polygonales Muster. Er sitzt auf einem kurzen Stiel. So lange das Innere hell ist, kann der Pilz gegessen werden, Er ist aber geschmacklich nicht mit dem Flaschen-, oder Riesenbovist zu vergleichen.

Standort

Buchenwälder, kalkreiche Böden

Dünnschaliger Kartoffelbovist – Scleroderma verrucosum, Ständerpilze – Basidiomycetes, clerodermatales, Hartboviste – Scleroderma

Kartoffelbovist

Kartoffelbovist

Aussehen

Der dünnschalige Kartoffelbovist wird 3-7cm groß und erscheint in verschiedenen Formen. Einmal rund und knollig, oder auch ab und zu abgeflacht. Die Außenhaut ist ledrig, gelb bis braun gefärbt. Sie zeigt meist eine feine Felderung, manchmal auch Schuppen. Schon der junge Kartoffelbovist hat einen unangenehmen Geruch. Die Haut greift sich wie bei einer Erdäpfel an. Sein anfänglich helles Fleisch verfärbst rasch dunkelgrau und bekommt ein weißliches Hyphengeflecht. Auch er öffnet sich in der Reife am Scheitel und entlässt von dort aus die Sporen. Aufgeschnitten, ist er in dieser Phase innen schwarz.

Standort

Der dünnschalige Kartoffelbovist wächst im Juni bis Oktober Laubwald und im Mischwald auf nährstoffreichen Böden.

Symptome bei einer Vergiftung mit dem Dünnschaligen Kartoffelbovist sind Bauchschmerzen, Erbrechen und Durchfall, Wadenkrämpfe, starker Flüssigkeitsverlust, Bewusstlosigkeit bis hin zum Schock. Exsikkose – Austrocknung des Organismus durch Flüssigkeitsverlust. Störung des Säure-Basen-Gleichgewichts im Blut durch Zunahme saurer Stoffwechselprodukte.

Verwechslungsmöglichkeiten

für mich sind Ähnlichkeiten mit der ungenießbaren Hirschtrüffel gegeben

Dickschaliger Kartoffelbovist – Scleroderma citrinum, Hartbovist

Dickschaliger Kartoffelbovist

Dickschaliger Kartoffelbovist

Aussehen

Der dickschalige Kartoffelbovist ist ebenfalls giftig und zählt zu den Kartoffelbovistverwandten. Er bildet 3-10 cm große Fruchtkörper aus. Diese sind länglicher als beim dünnschaligen Kartoffelbovist geformt. Die Farbe ist gelblich, bis bräunlich. Die Oberfläche ist feldrig-rissig und manchmal auch leicht schuppig. Der Pilz hängt stiellos direkt an den Myzelfäden.

Standort

Auf sandigen, trockenen Nadel-, Mischwaldböden und versauertem Substrat. Er ist von Juli bis November häufig zu finden.

Symptome bei Verzehr sind Verdauungsbeschwerden, Bauchkrämpfe,  Erbrechen, und Schweißausbrüche. Schwindel, Blutdruckabfall und Kollaps.

Weitere Arten der Kartoffelbovistverwandten sind der Leopardenfell-Hartbovist und der braunwarzige Hartbovist.

Leopardenfellbovist

Leopardenfellbovist

Sie wurden früher zu den dünnschaligen Kartoffelbovisten gezählt. Sie sind bräunlich gefärbt und haben einen weniger derbe Außenhaut.